Echte Geschichten. Strukturelles Scheitern. Kollektive Lösungen.
Worum geht es?
Viele demokratische Organisationen arbeiten an ähnlichen gesellschaftlichen Herausforderungen.
Sie erleben politische Blockaden, Reformstau, Ressourcenmangel oder die Erfahrung, dass bekannte Probleme trotz vorhandener Erkenntnisse nicht gelöst werden.
Mut zur Demokratie – Das Event über Scheitern, Lernen und gemeinsames Handeln bringt diese Erfahrungen zusammen – und schafft ein in dieser Form besonderes Format: mutige öffentliche Fehleranalyse, geschützte Vertiefungsräume, konkrete Vernetzung und erste Schritte in gemeinsame Kampagnenfähigkeit.
Wir wollen Erfahrungen zusammenbringen, an einem Ort, an dem aus ehrlichem Scheitern gemeinsames Lernen, Solidarität und Handeln entstehen können.
📍 Haus der
Demokratie Berlin
Was ist das Besondere?
Im Zentrum stehen
interaktive öffentliche Panels
mit Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen – etwa
Polizei, Justiz, Zivilgesellschaft, Wissenschaft oder Sozialer Arbeit.
Dort berichten Menschen offen von gescheiterten Vorhaben,
strukturellen Hürden und politischen Frustrationserfahrungen.
Nicht als persönliche Abrechnung, sondern als Ausgangspunkt
für gemeinsames Lernen: Was ist gescheitert? Warum ist es
gescheitert? Welche Strukturen standen Veränderung im Weg?
Und was können andere daraus lernen?
An diese Panels schließen Safe-to-Brave-Angebote und -Räume an: kleinere, moderierte Formate, in denen Organisationen und Teilnehmende Themen vertiefen, eigene Erfahrungen teilen, Vertrauen aufbauen und mögliche gemeinsame Anliegen identifizieren können.
So verbindet das Event öffentliche Sichtbarkeit mit vertraulichem Austausch – und schafft Übergänge von Reflexion zu gemeinsamer Handlungsfähigkeit.
Unsere Ziele
Frust einordnen: Individuelle Erfahrungen als Teil größerer gesellschaftlicher und politischer Zusammenhänge sichtbar machen.
Ursachen verstehen: Strukturelle Hindernisse, politische Entscheidungen und institutionelle Logiken analysieren.
Solidarität stärken: Organisationen, Initiativen und engagierte Einzelpersonen miteinander verbinden.
Handlung ermöglichen: Gemeinsame Anliegen identifizieren und Grundlagen für zukünftige Kooperationen und Kampagnen schaffen.
Was erwartet Dich vor Ort?
- Interaktive öffentliche Panels mit Fuck-ups aus Polizei, Justiz, Zivilgesellschaft und weiteren Feldern
- Safe-to-Brave-Angebote und -Räume zur Vertiefung, Vertrauensbildung und Aktivierung
- Politische Einordnung und Diskussion
- Speed-Matching
- Suche-Biete-Board
- Barcamp-Formate
- Mutbörse
- Wanderausstellung zu Leuchtturmprojekten und Pionier*innen
- Veranstaltungskalender demokratischer Initiativen
- Präsentation laufender Kampagnen, Petitionen und Beteiligungsmöglichkeiten
Panelgäste
Menschen, die offen über Veränderung, Widerstände, Konflikte und Scheitern sprechen.
Katja Diehl
Bestsellerautorin · Keynote-Speakerin · Mobilitätswende
Bestsellerautorin, Keynote-Speakerin und eine der prägendsten Stimmen für die Mobilitätswende in Deutschland. Nach über 15 Jahren in Journalismus, Logistik und Mobilitätsbranche kämpft sie heute für ein menschenzentriertes, klimapositives Verkehrssystem – eine Zukunft, in der Autofahren Wahl statt Zwang ist.
Ihr Buch „Autokorrektur“ schaffte es 2022 innerhalb von nur fünf Tagen auf die SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde für den Deutschen Wirtschaftsbuchpreis nominiert.
spricht sie darüber, wie politische Blockaden und Lobbystrukturen echten Wandel ausbremsen – und was es braucht, um sie zu durchbrechen.
Julia Dencker
Gründerin von The Peaceful Path · Peaceful-Leadership-Trainerin · Konfliktmoderatorin
Sie unterstützt Menschen und Organisationen aus Sozialwirtschaft, Politik und dem NGO-Sektor dabei, Führung, Dialog und Frieden zusammenzudenken.
Ihren Weg dorthin fand sie nicht geradlinig: Als junge Führungskraft in einem Fast-Fashion-Unternehmen erlebte sie kommunikative Hürden und fehlende Menschenkenntnis am eigenen Leib – eine Erfahrung, die sie in die Friedens- und Konfliktarbeit führte.
Heute trainiert sie Politiker*innen darin, Peaceful Leader zu werden.
spricht sie darüber, wie aus gescheiterter Führung eine neue Haltung zu Konflikt und Dialog entstehen kann.
Tim Linnig
Ehemaliger Bundespolizist · Migration & Diversität
Von 2008 bis 2021 bei der Bundespolizei, mit Ausbildung für den mittleren Dienst, Studium für den gehobenen Dienst und einer Ausbildung zum Nautiker.
2018 und 2020 wurde er im Rahmen von Frontex-Einsätzen an die türkisch-griechische Seegrenze entsandt. Dort erfuhr er, dass Schutzsuchende regelmäßig unter Missachtung geltenden Rechts hilflos auf dem Meer ausgesetzt werden – sogenannte Pushbacks.
Er remonstrierte und weigerte sich, sich an diesen schweren Menschenrechtsverletzungen zu beteiligen; der Konflikt mit seinen eigenen Werten belastete ihn schließlich so stark, dass er nicht mehr als Polizist arbeiten konnte.
Heute studiert er Migration und Diversität im Master, arbeitet an einem Theaterprojekt mit einem geflüchteten Menschen und geht bei „Mut zur Demokratie“ erstmals persönlich mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit.
spricht er darüber, warum Beamt*innen eine Pflicht haben, sich aktiv für Grund- und Menschenrechte einzusetzen.
Warum mitmachen?
Weil demokratische Akteur*innen mehr Wirkung entfalten, wenn sie voneinander wissen.
Weil viele Organisationen ähnliche Hürden erleben und sich gemeinsam besser analysieren und lernen lässt.
Weil erfolgreiche gesellschaftliche Veränderung Netzwerke, anschlussfähige Forderungen und gemeinsame Sichtbarkeit braucht.
Und weil dieses Event einen Raum schafft, in dem aus ehrlichem Scheitern konkrete Zusammenarbeit entstehen kann.
📍 Haus der
Demokratie Berlin
Wie kann sich deine Organisation beteiligen?
Je nach Ressourcen und Interesse:
- Panelbeitrag
- Erfahrungsbericht
- Workshop
- Barcamp-Angebot
- Informationsstand
- Kampagnenvorstellung
- Vernetzungspartner*in
- Gast
Jede Form der Beteiligung ist willkommen!
Unser Leitgedanke
Aus Frust soll Solidarität entstehen.
Aus Solidarität Zusammenarbeit.
Und aus Zusammenarbeit gesellschaftliche Wirkung.
Wenn Systeme versagen, müssen Menschen reden.