Ein Starkes Fundament gegen Vorurteile und Ablehnung

Seit 2023 schafft das Projekt Starkes Fundament der Türkischen Gemeinde Deutschland Begegnungsformate für Polizist:innen und Zivilist:innen insbesondere aus muslimischen sowie migrantischen Gemeinschaften. Wenn Angehörige dieser Gruppen aufeinandertreffen, die gesellschaftlich oft als in Opposition zueinander stehend gezeichnet werden, entsteht die Chance, Menschlichkeit zu zeigen – und im Gegenüber zu entdecken. Von diesen besonderen Begegnungen erzählt Duygu Özer, Leiterin des Projekts, im Interview mit dem GNM.  

Am Tag vor unserem Interview veröffentlicht der Bundesvorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoğlu, anlässlich der Innenministerkonferenz eine Stellungnahme.

„Wer über die Sicherheit unseres Landes spricht, darf Menschen mit Migrationsgeschichte nicht ausschließlich als Problem in Migrations- und Sicherheitsfragen behandeln”, mahnt Sofuoğlu dort und kritisiert, dass die Sicherheit von Menschen mit Migrationsgeschichte in Deutschland im Gegensatz dazu politisch kein Thema sei.

Seine Worte treffen einen wunden Punkt. Seit Jahrzehnten werden Migration und Islam in Politik und Medien regelmäßig als Grund für zunehmende Kriminalität polemisiert. Gleichzeitig ist die Diskriminierung von Menschen mit (vermuteter) Migrationsgeschichte, Schwarzen Menschen oder muslimisch gelesenen Menschen hinreichend belegt. Eine repräsentative Studie des Instituts für Kriminalitäts- und Sicherheitsforschung der Polizeiakademie Niedersachsen gemeinsam mit der Hochschule der Akademie der Polizei Hamburg und dem Landeskriminalamt Niedersachsen zeigt: 40 Prozent der muslimischen Menschen haben schon einmal Diskriminierung durch die Polizei erlebt. Dies reicht von besonders häufigen, selektiven Personenkontrollen über das Nicht-Ernstnehmen bei Notfällen oder Beschwerden zu ungerechtfertigten Schuldzuschreibungen.

Woher diese Vorurteile kommen, darüber wird viel debattiert. Sicher ist: Sie führen zunehmend zu einer Frontenbildung zwischen Polizei und Menschen mit Migrationsgeschichte, die – selbst falls sie sich nicht diskriminiert fühlen – von Beamt*innen keinen Schutz erwarten. Für Sofuoğlu ein Grund zur Sorge, “gerade in einer Zeit, in der rechte Gewalt stark zunimmt und eine rechtsextremistische Partei erstmals in Regierungsverantwortung kommen könnte.”

Diese Entwicklung beschreibt auch Duygu Özer, Leiterin des Projekts Starkes Fundament bei der Türkischen Gemeinde in Deutschland. Umso wichtiger sind für sie darum Begegnungsformate wie im Projekt Starkes Fundament, die sich genau diesen Themen stellen – allerdings nicht politisch, sondern persönlich. Durch die Begegnung von Mensch zu Mensch kann das wieder entstehen, was im Diskurs sonst oft verloren geht: gegenseitiges Vertrauen.

Gemeinsam Codes knacken oder Kunst besprechen

Räume für Begegnung und Kennenlernen als Fundament für einen nachhaltigen Vertrauensaufbau, das ist der Leitgedanke hinter dem Projekt, das vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) finanziert wird. 

Wie genau die Begegnungsformate letztendlich aussehen, ist dabei komplett unterschiedlich, von Moscheeführung über Escape Room bis zur Kunstausstellung. “Das hängt ganz vom Standort ab”, erklärt Duygu Özer, vor allem von den Ideen der Menschen vorort. Denn der Ansatz hinter dem Projekt ist ganz bewusst ein partizipativer: Polizist*innen und Vertreter*innen muslimischer/ migrantischer Verbände werden von Beginn an einbezogen. 

Im ersten Schritt werden in Fokusgruppen grundlegende Fragen besprochen: Welche Herausforderungen, welche Hürden gibt es? Wie steht es um das Vertrauen? Im zweiten Schritt werden gemeinsam konkrete Begegnungsformate entwickelt. Ein wichtiger Unterschied zwischen den Fokusgruppengesprächen und den Begegnungsformaten: Erstere finden insbesondere zwischen Vertreter*innen aus Moscheegemeinden /migrantischen Verbänden und Vertreter*innen aus der operativen Ebene der Polizei statt, erklärt Duygu Özer. Die Begegnung jedoch “soll wirklich zwischen Angehörigen der Gemeinschaft und Polizeibeamt*innen aus der Praxis stattfinden, die auf der Straße Streifendienst machen und Kontakt zu den Menschen da draußen haben”.

Bestehende Zusammenarbeit ausbauen

Wie aber finden sich die Menschen, die an den Formaten teilnehmen? Die erste Kontaktaufnahme erfolge tatsächlich meist über bestehende Netzwerke, berichtet Duygu Özer. Die ersten Fokusgruppengespräche von Starkes Fundamentbeispielsweise fanden 2023 in Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen statt, Bundesländern, in denen die Landesverbände der Türkischen Gemeinde in Deutschland bereits mit lokalen Polizeistellen zusammengearbeitet hatten. 

“Wir haben eigentlich immer ein oder zwei Ansprechpersonen aus der Polizei, die sich entweder freiwillig in diesem Bereich engagieren oder in deren Polizeistellen solche Formate bereits Teil der Strukturen sind, im Rahmen von Demokratiearbeit”, erklärt Duygu Özer. Die jeweiligen Ansprechpersonen tragen die Projekte dann weiter in ihre Institutionen, Fort- oder Ausbildungszentren innerhalb der Polizei. In Rheinland-Pfalz beispielsweise erfolgt die Zusammenarbeit über die Integrationsbeauftragte des Polizeipräsidiums, in Niedersachsen gibt es eine Kooperation mit den Demokratiepat*innen der Polizeiakademie. In München wiederum kam eine Polizeibeamtin, die sich in der Arbeit mit Jugendlichen engagiert, von sich aus auf Starkes Fundament zu und bat um die Umsetzung eines Projekts. 

Wenn Kinder die Kommunikation kapern

So unterschiedlich wie die Kontexte sind auch die Begegnungsformate, die Starkes Fundament bereits umgesetzt hat. Umso schwieriger ist es für Duygu Özer, die Frage zu beantworten, ob ihr denn eine Veranstaltung besonders im Gedächtnis geblieben sei. Denn natürlich seien alle Veranstaltungen bemerkenswert und besonders. Zum Beispiel der Theater-Workshop mit jungen Auszubildenden der Polizeischule und jungen geflüchteten Menschen in Herrenberg, Baden-Württemberg 2024. 

“Das war total spannend”, erzählt sie spürbar begeistert, “weil dann auch Rollenspiele gemacht wurden, in denen die Teilnehemenden Seiten gewechselt haben, also beispielsweise Polizeiauszubildende die Rolle von Geflüchteten eingenommen haben und andersrum.” Auch klassischere Formaten wie Tagungen oder Dialog-Workshops zeigten große Wirksamkeit.

Ein “Lieblingsprojekt” fällt ihr dann aber doch ein: In Frankfurt organisierte der lokale Verband gemeinsam mit der SeldArt-Kunstgalerie 2024 einen Kunstworkshop, bei dem Kinder und Jugendliche mit Migrationsgeschichte oder aus einer muslimischen Community ihre Gedanken und Gefühle zu Polizei in Bildern festhielten. Die Bilder wurden in einer Vernissage ausgestellt, bei der Polizist*innen des Frankfurter Präsidiums gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen über die Bilder sprechen konnten. 

Außerdem war eine Paneldiskussion zu den Themen Migration und Sicherheit geplant. Die entwickelte sich jedoch schnell anders als gedacht, berichtet Duygu Özer mit einem Lachen. Denn die Kinder und Jugendlichen legten ihre anfängliche Zurückhaltung ab und begannen, eine Reihe von Fragen zu stellen. “Wie oft zieht ihr eigentlich eure Waffe? Warum tragt ihr Uniform?”, sind einige der Fragen, an die Duygu Özer sich erinnert. 

Von Handschellen zu Erinnerungsfotos

Vor allem aber erinnert sie sich an die drastische Veränderung vom Beginn der Veranstaltung bis zu ihrem Ende.

Wie die Fragen zeigten auch die Bilder der Kinder und Jugendlichen: Viele von ihnen verbanden Polizei vor allem mit dem Gewaltmonopol. Mit Waffen und Handschellen. Entsprechend groß war die anfängliche Scheu, als sie bei der Vernissage mit Polizist*innen, zum Teil in Uniform, aufeinandertrafen. Beim gemeinsamen Gespräch über die einzelnen Bilder fielen schon die ersten Hemmschwellen – auch, weil viele interessierte Nachfragen von Seiten der Polizei gekommen seien, so Duygu Özer.

In der anschließenden Diskussion gewann dann die Neugierde überhand. “Man hat einfach gemerkt, dass die Kinder und Jugendlichen vorher noch nie diese Art Kontakt zu Polizeibeamten hatten”, beschreibt Duygu Özer. Sie nutzten die Chance, um ganz offen und direkt Fragen zu stellen. Die ebenso offenen, wenn auch zum Teil sicher unerwarteten Antworten – zum Beispiel, dass die größte Waffe eines Beamten eben nicht die Pistole sei, sondern der Stift – lösten die anfängliche Distanz auf. 

Am Ende standen viele Kinder und Polizeibeamte noch länger zusammen, erinnert sich Duygu Özer, “viele haben den Polizist*innen ihre Bilder geschenkt, gemeinsam Fotos gemacht und einfach gequatscht – ein riesiger Unterschied zu vorher”. 

Keine Angst mehr vor der Uniform

Einen ähnlichen Unterschied bemerkt sie bei allen Veranstaltungen. Vorher sei immer eine gewisse Distanz spürbar. Doch durch die gemeinsame Erfahrung verschwimmt die Barriere zwischen Polizist*innen und Zivilisten: “Ich habe gar nicht mehr gemerkt, dass das Polizisten sind. Ich wollte einfach aus dem Escape Room raus, also haben wir zusammengearbeitet”, beschrieb ein Teilnehmer im Reflexionsgespräch, das nach jeder Veranstaltung stattfindet. 

Es ist diese Feststellung: “Hinter der Uniform stecken auch Menschen”, die für Duygu Özer ein zentraler Gewinn der Veranstaltungen ist. Dass der Weg dahin nicht immer leicht ist, ist ihr bewusst. Denn natürlich gibt es Menschen, die dem Format aufgrund ihrer Vorerfahrungen – völlig zu Recht – skeptisch gegenüberstehen. So auch ein Bekannter von ihr, den sie dennoch überreden konnte, an einer Veranstaltung teilzunehmen.

“Er hatte sehr schlechte Erfahrungen mit der Polizei gemacht, diskriminierendes Verhalten erlebt”, beschreibt sie. Als die Beamten dann noch in Uniform auftauchten, sei ihm das Unbehagen und die Abwehr im Gesicht abzulesen gewesen. Nach der Veranstaltung jedoch sei er auf sie zugekommen und habe erklärt, er habe jetzt keine Angst mehr vor der Uniform, “weil er den Menschen hinter der Uniform gesehen hat.”

“Ich hab das doch immer so gesagt” – aber jetzt nicht mehr

Und wie sieht das von Seiten der Polizei aus? Auch dort herrschten natürlich Vorurteile, meint Duygu Özer. Und natürlich sei der Unterschied, dass die Polizist:innen dadurch, dass sie während ihrer Arbeitszeit an den Veranstaltungen teilnehmen, auch währenddessen immer in ihrer Funktion bleiben. Umso wichtiger seien Momente, in denen diese Rollen aufgeweicht werden, sei es beim gemeinsamen Umhersuchen im Escape Room oder bei Workshops, wo entspannte Gespräche zwischen allen Teilnehmenden entstehen – oder sogar Unterstützung beim möglichen Berufseinstieg in die Polizei angeboten wird.

“Wenn man auf diese Art zusammenkommt, werden viele Vorurteile abgebaut” – Duygu Özer

Vor allem ginge es natürlich darum, Vorurteile aus dem Weg zu räumen und eine andere Haltung zu schaffen, basierend auf gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung. Das finge bei den Grundlagen an, erklärt Duygu Özer – beispielsweise bei diskriminierenden Äußerungen, die gar nicht als solche wahrgenommen werden. 

“Warum ist das denn jetzt diskriminierend, das habe ich doch immer so gesagt”, so die Worte eines ältereren Polizeibeamten bei einem Workshop zum Thema Vorurteile, erinnert sich Duygu Özer. Durch Aufklärung und vor allem das Gespräch mit Mitgliedern der muslimischen und so gelesenen Gemeinschaft habe sich seine Haltung geändert.

“Er meinte in der Feedback-Runde, dass er total froh ist, an der Veranstaltung teilgenommen zu haben, weil er was gelernt hat. Weil er jetzt versteht, wie mächtig Sprache ist und was er sagen kann und was nicht”, erzählt Duygu Özer. “Wie ein vielleicht 60-jähriger Polizeibeamter sagt, dass er in seiner Dienstlaufbahn noch etwas gelernt hat und in seiner Haltung etwas Grundlegendes verändert, das war großartig zu sehen.”  

Langfristige Strukturen der Zusammenarbeit schaffen

Es ist ein Zeichen für die Wirksamkeit eines Projekts, das auf persönlichen Kontakt und Austausch setzt. Auch, dass Starkes Fundament seinen Wirkungskreis in der kurzen Zeit seit Projektbeginn erweitern und Kooperationen in neuen Bundesländern anstoßen konnte – erst dieses Jahr kam mit Erfurt zum ersten Mal ein Standort in einem der neuen Bundesländer hinzu – spricht für sich. 

Derzeit ist noch unklar, wie genau sich das Projekt in Zukunft weiterentwickelt, denn die Finanzierung durch das BAMF wird jedes Jahr aufs Neue beantragt und genehmigt. Klar ist jedoch: Das Interesse, die Zusammenarbeit weiterzuführen oder sogar auszubauen, ist da. Tatsächlich hätten bisher alle Standorte weiter mit Starkes Fundament zusammenarbeiten wollen, betont Duygu Özer. Aufgrund des Budgets war das nicht überall möglich, teils wurden Prioritäten zugunsten neuer Standorte gesetzt. An bisherigen Standorten, so die Hoffnung, könnten sich dafür durch den Anstoß durch Starkes Fundament langfristige Kooperationen entwickeln, auch ohne direkte Beteiligung des Projekts.

In Stuttgart beispielsweise fand über Starkes Fundament im vergangenen Jahr ein Dialogformat zwischen Vertretungen der Moscheegemeinden im Kreis Stuttgart und Moscheebeauftragten dazugehöriger Polizeipräsidien statt. Die Veranstaltung stieß auf enormes Interesse: “So viele Teilnehmende von Seiten der Polizei hatten wir noch nie”, erklärt Duygu Özer. Umso glücklicher sind alle Seiten, dass die Veranstaltung dieses Jahr erneut Finanzierung erhielt. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte es vermutlich dennoch ein ähnliches Format gegeben – denn das LKA Baden-Württemberg war von dem Erfolg des Events so überzeugt, dass es bereits über eigene Wege nachdenkt, diesen weiterzuführen – wenn nötig auch ohne Unterstützung durch Starkes Fundament. 

Das Problem beim Namen nennen

Die Bereitschaft zum Dialog von beiden Seiten ist etwas, das für Duygu Özer auch nach mehreren Jahren im Projekt noch immer bemerkenswert ist, angesichts der gegenseitigen Vorbehalte und insbesondere auch der Diskriminierungserfahrungen unter Teilnehmenden. 

Dabei kann diese Diskriminierung verschiedenste Formen annehmen, wie auch die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hervorhebt. Diskriminierung kann demzufolge beispielsweise auftreten, indem “eine bestimmte soziale Gruppe stärker im Fokus polizeilicher Maßnahmen steht als eine andere” (genannt: “overprotecting”), oder indem “die Polizei Personen oder Gruppen mit bestimmten Diskriminierungsmerkmalen weniger schützt als andere. Das heißt, die Polizei nimmt diese Menschen weniger wahr, gibt ihren Anliegen eine geringere Wertigkeit oder hinterfragt diese stärker” (genannt: “underprotecting”).

In welchem Ausmaß viele von ihnen Diskriminierung von Seiten der Polizei erlebt hatten, war für Duygu Özer selbst überraschend. Denn für sie als Tochter eines Polizisten “war die Polizei wirklich immer ‘Freund und Helfer’”. 

“Ich kenne sehr viele Polizeibeamt*innen, die super engagiert sind und wirklich alles dafür geben, Aufklärung und Demokratiearbeit zu machen”, erklärt sie. Durch die Veranstaltungen gewann sie auch ein neues Bewusstsein dafür, dass ihre Erfahrung häufig eben leider nicht dem Regelfall entspricht. Gleichzeitig hat sie weiterhin den Blick dafür, dass es diese Polizist*innen auch innerhalb eines in vieler Hinsicht problematischen Polizeiapparats gibt.

“Ich habe beide Perspektiven in den Veranstaltungen gesehen”, beschreibt sie. “Es gab Polizist*innen, die diskriminierende Aussagen machen oder nicht verstehen, dass sie zwar selbst Diskriminierungserfahrungen machen – zum Beispiel Sexismuserfahrungen als Frau – aber durch das Gewaltmonopol trotzdem in einer Machtposition sind. Es gibt aber auch diejenigen, die das erkennen oder von vornherein wissen.”

Beeindruckende Bereitschaft von beiden Seiten

Eine Aussage eines jungen Polizeibeamten blieb ihr dabei besonders im Gedächtnis: “Wir müssen besser sein”. Der Job als Polizeibeamter beinhalte eine besondere Aufgabe, so seine Argumentation: “Wir haben eine Waffe, wir haben Macht. Wir dürfen uns nicht falsch verhalten”. 

Dialogformate wie Starkes Fundament machen solche Stimmen überhaupt erst hörbar. Umso größeren Respekt hat Duygu Özer vor den Beamten, die sich innerhalb des Polizeisystems dafür einsetzen, dass solche Veranstaltungen gemacht werden, zum Teil gegen deutlichen Gegenwind. Und die es schaffen, dass die Veranstaltungen so rege besucht sind. Dass angesichts von Personalmangel und Ressourcenknappheit dennoch Zeit und Raum für solche Begegnungsformate bleibt, “das hat schon etwas zu bedeuten”, findet sie. 

Genauso wie das Mitwirken der Teilnehmenden aus den muslimischen und migrantischen Gemeinschaften, die in ihrer Freizeit bereit sind, an den Veranstaltungen teilzunehmen, ihre Erfahrungen zu teilen und sich zu öffnen.

Die Erfahrungsberichte zeigen: Solange von beiden Seiten die Bereitschaft da ist, sich einzulassen und den Gegenüber als Mensch zu erkennen, ist ein Überwinden von Vorurteilen möglich. So kann wirklich ein neues Fundament gelegt werden. Eines, das für mehr Sicherheit sorgt und dabei nicht auf drastische Strafen und ein Gewaltmonopol setzen muss. Sondern auf gegenseitiges Vertrauen bauen kann.

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